Unsere Neuerscheinungen

Anarchismus im Zeichen der Klimakrise

Die Klimakrise ist längst keine ferne Bedrohung mehr, sie macht sich zunehmend in unserem Alltag bemerkbar. Rekordhitzen in weiten Teilen Europas, Waldbrände, die ganze Regionen verwüsten, und steigende Meerestemperaturen markieren mit zunehmender Häufigkeit der extremen Wetterereignisse eine echte Zäsur: Was einst als klimatische Ausnahme galt, wird zur „neuen Normalität“ des Klimas auf unserem Planeten.

espero, Nr. 13 (Juli 2026), 218 Seiten. Hier zum kostenlosen Download, einfach auf das Cover klicken!

Vor diesem Hintergrund erscheint die neue Sommerausgabe unserer undogmatisch-libertären Zeitschrift espero(Nr. 13) zum Themenschwerpunkt Die Klimakatastrophe aus libertärer Perspektive. Die Beiträge des von Christian Siefkes betreuten Themenspecials eint die Überzeugung, dass die ökologische Krise nicht allein durch eine bessere Politik, ein effizienteres Management oder neue Technologien bewältigt werden kann. Vielmehr werfen sie grundlegende Fragen nach den eigentlichen Ursachen der Klimakatastrophe auf, und nach den gesellschaftlichen Verhältnissen, die sie hervorbringen.

Christian Siefkes analysiert die Wachstumslogik des Kapitalismus und ihre zerstörerischen Folgen auf einem endlichen Planeten. Jörg Bergstedt richtet den Blick auf die Macht- und Herrschaftsstrukturen, die die Umweltzerstörung hervortreiben. Nicolas Guenot kritisiert technologische Heilsversprechen und plädiert für überschaubare, gesellschaftlich kontrollierbare Technikformen, während Christfried Lenz die emanzipatorischen Potenziale einer dezentralen Energieversorgung hervorhebt.

Der Schweizer Autor Hans Widmer (alias P. M.) entwirft Perspektiven für ressourcenschonende und zugleich attraktive herrschaftsfreie Lebensweisen. Annette Schlemm wiederum fragt, wie Menschen auch angesichts drohender Katastrophen handlungsfähig bleiben können, und verweist auf die Fähigkeit zu Kooperation, Selbstorganisation und Solidarität.

Über den Klimaschwerpunkt hinaus beschäftigt sich die Ausgabe mit der Frage, welche Rolle ein zeitgemäß verstandener Anarchismus in einer Welt spielen kann, die von Krisen, Unsicherheit und autoritären Antworten geprägt ist. Der spanische Philosoph und Sozialpsychologe Tomás Ibáñez plädiert in seinem Gast-Essay dafür, die Welt zu „anarchisieren“, statt den Sieg des Anarchismus als Ideologie anzustreben. Eine grundlegende Erneuerung des Old-School-Anarchismus fordern auch die Beiträge von Siegbert Wolf, Jochen Schmück und Stephan Krall, die den Anarchismus nicht als ein Dogma, sondern als einen offenen Prozess der libertären Gesellschaftsveränderung im Hier und Jetzt verstehen.

espero #13 lädt dazu ein, über Klimakrise, Freiheit und gesellschaftlichen Wandel neu nachzudenken – kritisch, undogmatisch und mit dem Blick auf konkrete Möglichkeiten des solidarischen und herrschaftsfreien Handelns. Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern eine anregende Lektüre.
Das espero-Redaktionskollektiv


espero #13 mit dem Themenschwerpunkt: Die Klimakatastrophe aus libertärer Perspektive, Potsdam: Libertad Verlag, Juli 2026, 218 Seiten, E-Zine (PDF). ISSN (Online): 2700-1598; Open Access (Kostenloser Download).

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